JRK im Jerichower Land Drucken E-Mail
Geschrieben von: Nico Pfeil   

Die „Großen“ sind: Andrea Garz und Jeremy Kosmehl, beide achte Klasse und Monika Rockrohr und Nico Pfeil, jeweils zehnte und elfte Klasse.

Das Wissen dieser sechs Sanitäter reicht vom Behandeln von Nasenbluten bis zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Im Notfall können sie also handeln. Solche Notfälle können sich überall ereignen, nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem Schulhof, in den Pausen oder im Schulsport. Sollte der Ernstfall eintreten, handeln die sechs Sanitäter nach ihrem Schema „F“, welches sie häufig in den Gruppenstunden üben.

Dieses überlegte Handeln, wird ebenfalls durch das Jugend-Rotkreuz Sachsen-Anhalt auf die Probe gestellt. So müssen sich diese sechs Schüler mit ihren Freunden aus dem Verein an zwei großen Wettbewerben jedes Jahr behaupten. Das gelang ihnen beim Schulsanitätsdienst-Wettbewerb dieses Jahres schon sehr gut. Dort erreichten sie nämlich den ersten Platz und beim Landeswettbewerb rangen sie sich bis zum sechsten Platz vor. Bei den Wettbewerben werden aber nicht nur Erste-Hilfe-Aufgaben getestet. Ein großer Bereich eines jeden Wettbewerbes macht das soziale Engagement und Allgemeinbildung aus. Sich dort dann zu behaupten, erfordert eine Menge Übung.

Diese Übung kommt jedoch nicht von ungefähr, denn die Gruppenleiter Gabriele Gamalski (Kreisjugendleiterin des DRK im Jerichower Land) und Andy Martius (Landesleiter des JRK in Sachsen-Anhalt) leisten gute Arbeit an der „Ausbildung“ der Jugendlichen zu Ersthelfern. Doch in den Gruppenstunden geht es, wie schon gesagt, nicht nur um das Helfen. Nein, es werden auch soziale Themen wie Drogen, Umwelt – und Naturschutz, Gesundheit oder Kinderarmut in Deutschland besprochen.

Den Jugend-Rot-Kreuzlern macht die Erste Hilfe Spaß und das Wissen darüber, dass sie selbst im Notfall richtig handeln könnten, erfüllt sie mit Stolz.

Den Verein des Jugend-Rot-Kreuzes im jetzigen Jerichower Land gibt es schon seit 1976 und in dieser Zeit sind eine Menge Kinder durch den Verein gegangen. Seit 1991 sind es 146 Mitglieder gewesen. Von diesen 146 Jugendlichen kamen auch sehr viele vom Bismarck-Gymnasium Genthin. Und manche von ihnen machten eine Gruppenleiterausbildung und begannen eigene kleine Gruppen aufzubauen, denen sie dann selber die Erste Hilfe beibrachten. Dieser Kreislauf hat dafür gesorgt, dass das Jugendrotkreuz seit nunmehr 30 Jahren in Genthin bzw. im Jerichower Land existiert. Von Anfang an war Frau Gamalski dabei und hielt die Fäden in ihren Händen. Alle 146 Kinder und Jugendliche wurden u.a. von ihr betreut. Seit 30 Jahren arbeitet sie ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz. Im Dezember 2006 wurde sie in der Landesversammlung des DRK mit einer tollen Auszeichnung bedacht und ihr für die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit gedankt.

 

Nico Pfeil